Philosophie 2018-07-11T12:52:07+00:00

Philosophie – so seh‘ ich das

Die Frage, wie ich zum Fairen Handel beitragen kann, beantworte ich pragmatisch mit: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Mein Zweck ist klar, das Mittel Schmuck jedoch wert, etwas genauer betrachtet zu werden.

Wollte ich ausschließlich Materialien mit Fairhandels-Siegel verarbeiten, wären mir gestalterisch enge Grenzen gesetzt, denn nicht für alle Komponenten bietet der Markt Faire Quellen. Deshalb kombiniere ich Perlen und Zubehör aus fairem und aus gewöhnlichem Handel und kennzeichne Materialien, die aus dem Fairen Handel stammen, mit [FH] – eine auch bei Bio-Produkten übliche Vorgehensweise.

Modelle mit einem besonders hohen Fairhandels-Anteil tragen zusätzlich das Zeichen „KontraPunkt“ :
Sie kommen entweder von Fairhandels-Importeuren oder aus meiner Werkstatt und bestehen zu 75-100 % aus Perlen und Zubehör mit Fairhandels-Siegel.

Außerdem gibt es Werkstoffe aus Quellen, die kein Fairhandels-Siegel tragen, aber durchaus „fair“ genannt werden können, gekennzeichnet mit [fh]. Hier helfen persönliche Kontakte bei der Einschätzung, welcher Geschäftspartner – auch ohne Siegel – glaubwürdig Faires und fair handelt. Ein gutes Beispiel dafür, dass Fair Handeln auch ohne Siegel geht, ist die Firma Südwind – Perlen aus Afrika, deren Inhaberin erzählt (1): Von der Flasche zur Perle .

Für den Großteil meiner Materialien und Handelsware gilt: Für die Gewinnung oder Produktion in ärmeren Weltregionen werden die Produzenten anständig bezahlt und weder Mensch noch Natur ausgebeutet. Diesem Anspruch gerecht werden – auch ohne Brief und Siegel – Tagua-Kugeln, die dem Regenwald, seinen Bewohnern und dem Elefanten nutzen*, recycelte Papier- und Glasperlen aus Afrika oder Silberelemente, die soziale Randgruppen in Thailand schmieden, um nur einige zu nennen.

* (2) Dazu mehr unter: How an obscure seed is helping to save the elephant